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Norwegen

Reiten und Fahren, Allrounder

zwischen 1,38 m und 1,48 m

Braunfalbe, Graufalbe, Rotfalbe und - seltener - Hellfalbe und Gelbfalbe.

Ursprung

Um die tatsächliche Bezeichnung dieser Rasse herrscht ziemliche Verwirrung. Die korrekte Rassebezeichnung lautet "Norwegisches Fjordpferd". Sie wird gerne mit "Norweger", "Fjord", "Fjordi", "Fjording" oder "Fjordpferd" abgekürzt. Der Name verrät schon die Herkunft: Die Rasse stammt ursprünglich aus den westlichen Distrikten Norwegens, auch "Vestland" genannt.

Zuchtgebiet(e)

Allgemeines zur Pferderasse

Als ideale „Allroundpferde“, von jung und alt gleichermaßen geschätzt, sind Fjordpferde ausgesprochen angenehm im Umgang, ausgeglichen und verläßlich im Temperament, aber doch voll Energie hinsichtlich Aus- dauer und Mut bei jeder Geländesitutation.

Exterieur

Kopf und Hals Der verhältnismäßig kleine Kopf ist gut geformt mit einer breiten, flachen Stirn. Die Augen sind groß und ausdrucksvoll; sie sollen die Ruhe und Gelassenheit der Pferde widerspiegeln. Das Profil soll gerade bis konkav geformt sein. Die kleinen Ohren stehen weit auseinander. Der Hals war früher oftmals eher kurz und kräftig. Die Zucht moderner Fjordpferde legt aber Wert auf einen längeren, geschmeidigen Hals, da dieser für Reitpferde günstiger ist. Die charakteristische zweifarbige Mähne wird traditionell zur Stehmähne gestutzt. Körper Fjordpferde haben eine breite Brust, mittellange, muskulöse Rücken und kräftige Lenden. Sie sollen über eine große, schräge Schulter und eine gute Sattellage verfügen. Die kräftigen Beine haben breite, gut markierte Gelenke. Durch das starke, korrekte Fundament eignet sich das Fjordpferd auch als Reitpferd für schwerere Erwachsene. Die Hufe sollen von passender Größe und guter Hornqualität sein.

Interieur

Ein Fjord soll immer freundlich und ruhig wirken; es vermittelt Stärke und Gelassenheit bei wachem, interessierten Gesichtsausdruck.

Zuchtgeschichte

m Zuge der wachsenden Landwirtschaft in Norwegen wurde vom Staat um ca.1820 auch die Fjordpferdezucht erfaßt und organisiert. Bis ca. 1876 wurden auch fremdrassige Pferde, überwiegend Dölepferde, eine ebenfalls in Norwegen heimische Kaltblutrasse, eingekreuzt, um die damals noch sehr kleinwüchsigen Fjordpferde (Stockmaß ca. 130 cm) größer und stärker zu züchten. Die Mischlinge konnten jedoch in ihren charakterlichen Eigenschaften nicht überzeugen, weil sie oftmals schwierig im Umgang und wenig arbeitswillig waren. Deshalb wurde ab 1886 eine Rassebereinigung durchgeführt, indem alle nicht reinrassigen Pferde von der Weiterzucht ausgeschlossen wurden. Seitdem wird das Fjordpferd in Norwegen "rein" gezogen, d.h. es wird kein Fremdblut mehr eingekreuzt. Verbesserungen wurden durch konsequente Selektion innerhalb der Rasse erreicht. Ungefähr ab den 1960er Jahren wurde das Fjordpferd, wie weltweit viele andere Rassen auch, durch die fortschreitende Technisierung der Landwirtschaft und des Transportwesens mehr und mehr verdrängt. Folglich gingen die Bestandszahlen teilweise drastisch zurück. In Norwegen ist der Reit- und Fahrsport auf Fjordpferden jedoch nicht sehr verbreitet. Die Zucht und Haltung von Fjordpferden liegt nach wie vor größtenteils in bäuerlicher Hand. In einigen Gegenden wird noch traditionell mit den Fjordpferden Holz gerückt und Feldbau betrieben, weil in den unwegsamen Gebirgsgegenden Landmaschinen nicht gegen ihre trittsicheren 1-PS-Kollegen ankommen können! Obwohl das Fjordpferd das norwegische Nationalsymbol ist, und viele Landbewohner aus Tradition ein bis mehrere Fjordis "hinter dem Haus" haben, sind die Bestandszahlen tendenziell rückläufig.

Quelle(n)

http://www.igfjordpferd.de/

Wo kann ich Pferde dieser Rasse reiten?

Reiterreisen zur Rasse bei Pferd & Reiter

Foto-Galerie

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© Maren Beßler - FOTOLIA

Norwegisches Fjordpferd